Der letzte Tag unseres Schreibworkshops in Venedig war ein stiller Höhepunkt. Keine Besprechungen mehr, kein Feilen an Texten – nur noch Zuhören. Lesungen im Garten vom Palazzo Erizzo standen im Mittelpunkt, und jede Stimme trug ihre eigene Welt in die Lüfte. Es war ein Tag des Genusses, des Respekts und der stillen Verbundenheit.
Wir saßen zusammen, hörten zu, ließen uns berühren von Worten, die in den letzten Tagen entstanden sind. Es war, als würde Venedig selbst durch unsere Texte sprechen – mit all seiner Schönheit, Melancholie und Magie.
Zum Abschluss gab es Prosecco. Heute wollte ich einen alkoholfreien Tag machen, aber … Christian erzählt Prosecco ist das Wasser der VenezianerInnen. Ein feierlicher Moment, der gleichzeitig leicht und schwer war. Leicht, weil wir stolz auf das gemeinsame Erlebte waren. Schwer, weil der Abschied näher rückte. Die Stimmung war warm, fast zärtlich. Wir wussten: Diese Tage werden nachklingen.
Claudia und ich wurden als „wertvoll“ bezeichnet. Ein Wort, das nachhallt. Ein Kompliment, das mehr ist als Lob – es ist Anerkennung, Verbindung, Dankbarkeit. Es hat uns berührt.
Der Abschied fiel uns allen schwer. Doch wir gehen mit vollen Herzen, mit Geschichten im Gepäck und dem Wissen, dass Schreiben verbindet – über Orte, Zeiten und Menschen hinweg.
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