Dienstag, 30. September 2025

Der Tag wie ein Spiegel meiner Seele

Heute ein Dialog zwischen Kunst und Alltag, zwischen Tiefe und Leichtigkeit. Die Biennale hat mich berührt. Das Shopping hat mich gestärkt. Und Gabi war die Brücke dazwischen – mit Herz, Stil und einem untrüglichen Gespür für das, was mir guttut.

 

 

 

Ich nehme aus den heutigen Venedig-Tag nicht nur Erinnerungen mit, sondern auch Erkenntnisse. Über mich. Über das Leben. Und über die Schönheit, die entsteht, wenn man sich selbst erlaubt, beides zu leben: die Kunst und den Konsum.

Montag, 29. September 2025

Gläserne Kunst auf Murano und ein Glas Prosecco am Abend

Mein Tag begann bei der Vaporetto-Station und dem prachtvollen Ca' d'Oro, einem gotischen Palast direkt am Canal Grande. Die filigrane Fassade und die geschäftigen Gassen sind ein perfekter Startpunkt.

Von dort aus schlenderte ich gemütlich durch die Gassen Richtung Fondamente Nuove.

An der Fondamente Nuove nahm ich das Vaporetto Linie 4.2 zur Friedhofsinsel San Michele. Ein Ort der Stille und Geschichte. Die Grabstätten berühmter Persönlichkeiten und die Zypressenallee verleihen der Insel eine fast meditative Stimmung. Es ist friedlich, wie ein Friedhof zu sein hat.

 Weiter ging es mit dem Boot nach Murano, der Insel des Glases. Im Glasmuseum tauchte ich ein in die Welt der venezianischen Glaskunst – von antiken Meisterwerken bis zu modernen Interpretationen. Ein faszinierender Ort, der zeigt, wie tief Kunst und Handwerk hier verwurzelt sind.

 

  

  

Zurück in Venedig ließ ich den Tag im Combo Restaurant ausklingen – ein entspannter Ort mit gutem Essen und einer charmanten Mischung aus Hostel, Kulturzentrum und Gartenrestaurant. Die Atmosphäre war locker, das Essen köstlich.

 

 

Später, im Wohnzimmer, öffneten wir eine Flasche Prosecco, plauderten über den Tag und ließen die Eindrücke wirken. Venedig hat uns wieder einmal verzaubert – mit seiner Schönheit, seiner Geschichte und seiner Gelassenheit.

Sonntag, 28. September 2025

San Giorgio – Giudecca

Am vorletzten Tag unseres Schreibabenteuers in Venedig führte uns die Fahrt nach San Giorgio – eine kleine Insel, die Ruhe ausstrahlt und doch voller Eindrücke steckt. Schon die Überfahrt war ein Moment der Entschleunigung. Das Wasser glitzerte, die Stadt rückte in die Ferne, und wir tauchten ein in eine andere Welt.

  

Die Besichtigung begann mit einer Glas-Ausstellung – faszinierend, wie Licht und Farbe in diesen Kunstwerken lebten. Jedes Stück schien eine Geschichte zu erzählen, und wir hörten zu, mit offenen Augen und staunenden Gedanken.

Danach ein Spaziergang entlang des Wassers. San Giorgio zeigte sich von seiner stillen Seite. Keine Hektik, nur das sanfte Plätschern der Wellen, das Lichtspiel auf dem Wasser und Gespräche, die sich wie von selbst ergaben. Es war ein Moment des Innehaltens, des Sammelns – nicht nur von Eindrücken, sondern auch von Gedanken.

 

Zurück in der Stadt: Einkaufen, ein wenig Alltag zwischen all der Inspiration. Und dann gemeinsames Essen – ein schöner Abschluss für einen Tag, der sich wie ein ruhiger Atemzug anfühlte.

 

Letzter Tag im Palazzo Erizzo – Ein leiser Abschied mit Prosecco und Geschichten

 

Der letzte Tag unseres Schreibworkshops in Venedig war ein stiller Höhepunkt. Keine Besprechungen mehr, kein Feilen an Texten – nur noch Zuhören. Lesungen im Garten vom Palazzo Erizzo standen im Mittelpunkt, und jede Stimme trug ihre eigene Welt in die Lüfte. Es war ein Tag des Genusses, des Respekts und der stillen Verbundenheit.

Wir saßen zusammen, hörten zu, ließen uns berühren von Worten, die in den letzten Tagen entstanden sind. Es war, als würde Venedig selbst durch unsere Texte sprechen – mit all seiner Schönheit, Melancholie und Magie.

Zum Abschluss gab es Prosecco. Heute wollte ich einen alkoholfreien Tag machen, aber … Christian erzählt Prosecco ist das Wasser der VenezianerInnen. Ein feierlicher Moment, der gleichzeitig leicht und schwer war. Leicht, weil wir stolz auf das gemeinsame Erlebte waren. Schwer, weil der Abschied näher rückte. Die Stimmung war warm, fast zärtlich. Wir wussten: Diese Tage werden nachklingen.

Claudia und ich wurden als „wertvoll“ bezeichnet. Ein Wort, das nachhallt. Ein Kompliment, das mehr ist als Lob – es ist Anerkennung, Verbindung, Dankbarkeit. Es hat uns berührt.

Der Abschied fiel uns allen schwer. Doch wir gehen mit vollen Herzen, mit Geschichten im Gepäck und dem Wissen, dass Schreiben verbindet – über Orte, Zeiten und Menschen hinweg.

 

  

Samstag, 27. September 2025

Schreiben im Garten vom Palazzo Erizzo

Venedig. Die Stadt schwankt – nicht nur unter den Füßen, sondern auch im Kopf. Ich schreibe – hinter Bambusstäben, im Palazzo Erizzo, wo sich ein Garten versteckt wie ein Geheimnis. Die Worte kommen langsam, tastend, als müssten sie sich erst an den Boden gewöhnen.

 

 

  

Ein ernstes Thema beschäftigt mich. Doch das Gespräch mit Christian Döring bringt mir Sicherheit. Mein Text mit dem Arbeitstitel Blubbern ist im humorvollen Wienerischen gehalten. Der Inhalt bleibt ernst. In Episoden geschrieben, nicht kabarettistisch – zum Glück. So tut der Schmäh der Ernsthaftigkeit keinen Abbruch.

Christian spiegelt meine Gedanken, hinterfragt sie. Sein Feedback ist ehrlich, positiv und bestärkend. Es tut gut, verstanden zu werden – und zu spüren, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Zum Abschluss: gemeinsames Essen. Christian hat gekocht. Einfach, herzlich, köstlich. Schreiben, reden, essen – ein Tag, der bleibt.

Leider war die Sonne mit den fleißig geschriebenen Texten nicht sonderlich zufrieden Dem Regen haben die geistigen Ergüsse gefallen. 

 

Ein erfolgreicher Tag. Gute Nacht. 

 

Freitag, 26. September 2025

Es war so ein so ein schöner Tag

 

Palazzo Erizzo und der Mantel der Erinnerung

 

Der Palazzo Erizzo – einst Heimat des 89. Dogen – steht da wie ein alter Mann in einem zerschlissenen Mantel. Müde. Vergessen. Ich glaube, selbst er erinnert sich nicht mehr daran, wie es war, ein Prachtbau zu sein. Seine Mauern erzählen keine Geschichten mehr, sie schweigen. Und in diesem Schweigen finde ich mich wieder.

Der Vormittag: sechs Texte, zuhören, lesen, Feedback geben. Ich bin ruhiger als gestern. Die meisten Texte kamen spät, zu spät für mich und eine echte Auseinandersetzung. Muss immer etwas gesagt werden? Ich hatte Angst, meinen eigenen Text zu lesen. Ich fühlte mich wie ein Anfänger in dieser Runde. Das Feedback – sanft, unter Welpenschutz. Glück gehabt. Auch Claudia war erleichtert, nicht in der Luft zerfleddert zu werden. Wir sind erwachsen. Wir müssen kein Buch veröffentlichen, um davon zu leben.

Mittagspause. Drei Stunden. Ich habe sie gebraucht. Claudia wollte nicht nur essen, sondern auch spazieren. Wir erkundeten die Isola Sant’Elena, die dunklen Regenwolken stets im Blick. Nach dem Essen begann der Regen. Die Wolken weinten – vor Lachen – über meinen Blubbertext und Roberts magischen Hopfen.

 

 

  

Am Nachmittag schreiben alle Teilnehmer:innen. Es wird stiller. Konzentrierter. Christian, der Trainer, zieht sich in Einzelgespräche zurück, nimmt sich Zeit für jeden Text. Reflektieren, helfen, besprechen – im kleinen Kreis. Es ist eine andere Art des Zuhörens. Eine, die Raum lässt. Für Zweifel. Für Tiefe. Für Entwicklung.

 

Ein anstrengender und schreibreicher Tag geht zu Ende.

 

Danke Claudia!

 Es war so ein schöner Tag, tralalalalaaa. 

 

 Gute Nacht!

 

17:00 Uhr, Calle Erizzo – kreative Schreibzeit!

Im Palazzo Erizzo fand das Schreibseminar „Schreiben auf schwankendem Grund“ der Textmanufaktur.de statt. Passender Titel – Venedig schwankt ja bekanntlich nicht nur wegen der Lagune, sondern auch wegen der Inspiration. Ich persönlich schwanke manchmal auch wegen Vino, Prosecco oder einem gut gemixten Select-Spritz.

Wir waren acht Schreibende: sieben Frauen, ein Mann. Oder anders gezählt: vier Österreicher:innen, eine Deutsche mit Wien-Connection und drei Deutsche mit Festlandbindung. So unterschiedlich wie unsere Herkunft waren auch unsere Texte.

Drei davon wurden vorgelesen und intensiv zerredet – mit Feingefühl? Vielleicht. Neugier und Leidenschaft? Auf jeden Fall. Das ist wohl unsere größte Gemeinsamkeit.

"Ich gehe aufs Klo." Darf dieser Satz geschrieben, gesagt oder gedacht werden? Das ist hier die Frage.

 

Danach ging’s zum gemeinsamen Essen. Und wie wir alle wissen: Essen verbindet. Trinken übrigens auch. Zwischen den Gängen wurden Anekdoten ausgetauscht, Schreibbiografien geteilt und viel gelacht. An Neugier mangelte es niemandem.
Das Gefühl von Gemeinschaft? Noch nicht ganz greifbar. Vielleicht braucht es noch ein Gespräch mit Claudia – oder einfach noch ein, zwei Abende mit Pasta und Prosecco.

 

 

Ein venezianischer Tag voller Genuss und Geschichte

Venedig empfing uns heute mit goldenem Licht und dem Duft von frischem Kaffee. Unser erster Halt: Bottega Girani Caffé, eine charmante klein...